“Bis 2030 werden wir ein Armuts-Museum errichten. Mit Bangladesch werden wir beginnen” – Prof. Yunus
Alles begann mit 27 US-Dollar. Dies war der ursprüngliche Betrag, den Muhammad Yunus an 42 arme Dorfbewohner Jobras, Bangladesch verlieh, damit sie ihre Schulden an örtliche Geldverleiher zurückzahlen und Klein-Unternehmen gründen konnten. Das kleine Experiment hatte große Auswirkungen. Das Geld wurde zurückgezahlt. Neue Kredite folgten kurz darauf. Das Leben in Jobra veränderte sich.
Inspiriert durch die Erfahrung, dass mit einem solch kleinen Geldbetrag so viel erreicht werden kann, gründete Prof. Yunus die Grameen Bank mit dem Ziel, Gelder (Mikrokredite) an Menschen zu verleihen, denen anderenfalls ein Kapitalzugang verwehrt bliebe. Grameen ist das bengalische Wort für “Dorf” und beschreibt somit den tatsächlichen Charakter Social Business-Philosophie – im Kleinen beginnen. Die Grameen Bank wuchs und wurde ein voller Erfolg, der einer immensen Anzahl an Menschen den Weg aus der Armut ermöglichte.
Auch bei der Grameen Bank selbst handelt es sich um ein Social Business.
Schon bald verbreitete sich das Mikrofinanz-Geschäftsmodell über den gesamten Globus. Über das Grameen Trust unterstützt Grameen andere Organisationen, die nach diesem Modell verfahren wollen.
Gleichzeitig hat Grameen in Bangladesch fortwährend neue unternehmerische Lösungsansetze für die Probleme der sozial Benachteiligten entworfen. Neben Kapitalzugang benötigen diese Menschen nämlich viele andere Dinge, um aus der Armut zu finden: Gesundheit, Bildung, sauberes Wasser, nahrhaftes Essen und Zugang zur Elektrizität – um nur einige zu nennen. Die verschiedenen Arten von Grameen Social Businesses widmen sich diesen Aspekten. Jeglicher erwirtschafteter Gewinn verbleibt im Unternehmen.
Mit diesem innovativen Modell ist es Grameen gelungen, die Lebensbedingungen von Millionen von Menschen zu verbessern.
Einführung der Mikrofinanzmethode in Bangladesch – Grameen Bank (7.6m Klienten in Bangladesch) Internationalisierung – Grameen Trust (144 Partner, in 38 Ländern, 6.6m Klienten weltweit) Ausweitung – Engagement in den maßgeblichen Bereichen: Gesundheitswesen, Bildung, Energie, Landwirtschaft, IT, Telekommunikation, Textilien Kooperation – Joint-Ventures mit Unternehmen: Danone 2006, Veolia 2008, BASF 2009 Beschäftigung – Grameen Employment